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Der Widerstand ist indirekt proportional zur
Querschnittsfläche A
und direkt proportional zur Länge l
eines Leiters:
(Das Zeichen ~ bedeutet: "ist proportional zu")
Eine 60 Watt Glühbirne setzt in 14 Stunden 840 Wattstunden Energie um:
In 30 Tagen sind das dann 25.200 Wattstunden, also 25,2 Kilowattstunden:
Bei einem Preis von 12 Cent pro kWh sind das dann 3,024 €:
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WICHTIG: Bitte beachte die Errata zum Video am Ende dieser Seite!
Widerstände in Serienschaltung
![[Bild: widerstand-seriell.png]](widerstand-seriell.png)
Wir erinnern uns: Der Widerstand ( R
) verhält sich direkt proportional
zur Länge des Leiters. Schaltet man mehrere Widerstande in Serie
(hintereinander), so ist das, als würde man den Leiter länger machen.
Demzufolge addieren sich die Widerstandswerte:
Das geht natürlich nicht nur für zwei sondern für beliebig viele in Serie
geschaltete Widerstände:
Widerstände in Parallelschaltung
![[Bild: widerstand-parallel.png]](widerstand-parallel.png)
Wir erinnern uns: Der Widerstand verhällt sich indirekt proportional zum
Querschnitt des Leiters.
Der Leitwert ( G
) ist der Kehrwert des Widerstandes:
Man kann also auch sagen, der Leitwert verhält sich direkt poportional zum
Querschnitt des Leiters.
Schaltet man mehrere Widerstände parallel, so ist das,
als würde man den Leiter dicker machen. Demzufolge addieren sich die
Leitwerte:
Setzt man nun die Formel für Leitwert und Widerstand hier ein, ergibt sich
für parallel geschaltete Widerstände ein Doppelbruch:
Für zwei Widerstände lässt sich das auch einfacher ausdrücken:
Spannungsabfall am Widerstand, Spannungsteiler
![[Bild: spannungsteiler.png]](spannungsteiler.png)
In den früheren Beispielen hatten wir an der Batterie immer nur einen
Verbraucher und haben festgestellt, dass an jenem Ende des Verbrauchers, das am
Plus-Pol der Batterie angeschlossen ist, das gleiche Potential wie am
Plus-Pol der Batterie herrscht, und an dem Ende des Verbrauchers, das am
Minus-Pol der Batterie angeschlossen ist, das gleiche Potential wie am
Minus-Pol der Batterie herrscht.
Die Spannung springt dabei aber nicht von einem Potential zum anderen. Statt
dessen nimmt sie kontinuierlich mit dem überwundenen Widerstand (und
proportional zu diesem) ab.
Das bedeutet, wenn in der links dargestellten Schaltung beide Widerstände
gleich gross sind, dann liegt an dem Punkt zwischen den Widerständen genau die
Hälfte der Spannung an, die wir am Plus-Pol der Batterie messen können. Das
heisst, U1
und U2
sind dann beide gleich gross und jeweils die
Hälfte von U3
.
Sind die Widerstände R1
und R2
ungleich gross, so sind es auch
die Spannungen U1
und U2
- und zwar im gleichen Verhältnis:
Eine solche Schaltung nennt man Spannungsteiler. Spannungsteiler begegnen
einem in elektronischen Schaltungen ständig - deshalb ist es sehr wichtig für
das Verständis weiterführender Schaltungen, das Konzept des Spannungsteilers
verstanden zu haben und zu verinnerlichen.
Der Strom, der durch die Schaltung fliesst, wird natürlich nur durch den
Gesamtwiderstand bestimmt und ist, da die Schaltung keine Verzweigungen
aufweist, überall in der Schaltung gleich gross.
Stromteiler
![[Bild: stromteiler.png]](stromteiler.png)
So wie Widerstände in Serienschaltung die Spannung teilen,
so teilen parallel geschaltete Widerstände den Strom.
Wenn die Widerstände gleich gross sind wird der Strom halbiert. Ist das nicht
der Fall, so teilen sich die Ströme indirekt proportional zu den
Widerstandswerten auf die beiden Teilstrecken auf:
Das bedeutet, der Strom nimmt den Weg des geringsten Widerstandes. Das macht
auch Sinn, denn an beiden Widerständen fällt ja die selbe Spannung ab. Nach
dem Ohmschen Gesetz muss dementsprechend durch den kleineren
Widerstand mehr Strom fliessen:
Spannungsabfall, Leistung und Energie
Überall, wo Spannung ( U
) abfällt und Strom ( I
) fliesst, wird
elektrische Energie in eine andere Energieform überführt. Das kann in
verschiedensten Formen passieren, z.Bsp. kann ein Elektromotor die elektrische
Energie in Bewegungsenergie umwandeln. Meistens wird die elektrische Energie
aber in Wärme umgewandelt. Energie ( E
) ist Leistung ( P
) mal
Zeit ( t
):
Leistung wiederum ist in elektrischen Grössen Spannung ( U
) mal
Strom ( I
):
Deswegen werden Bauteile mit einem grösseren Widerstand auch eher heiss als
solche mit geringem Widerstand: An ihnen fällt mehr Spannung ab, das bedeutet
mehr Leistung und das wiederum bedeutet mehr Energie im gleichen Zeitraum.
Bauteile mit sehr grossem Widerstand werden aber kaum heiss, weil wegen des
grossen Widerstandes fast kein Strom durch sie hindurchfliesst.
Die Einheit der Leistung ist übrigens Watt ( W). Die zusammengesetze
Einheit "Kilowattstunde" ( kWh) für Energie kennt Ihr vielleicht von
euren Stromrechnungen. In der Physik wird Energie aber meistens in Joule
(mit dem Einheitszeichen J) angegeben. Ein Joule entspricht einer
Wattsekunde.
Errata zum Video
Wenn Clifford die Parallelschaltung von Widerständen erklärt sagt er mal
irrtümlich "Serienschaltung". Aus dem Kontext (Parallelschaltung) ist
hoffentlich klar was gemeint war..
Clifford erklärt im Video den Stromteiler falsch herum und behauptet, der
Strom wäre direkt proportional zu den Widerstandswerten. In Wahrheit ist
er natürlich indirekt proportional und dementsprechend muss auch in der Formel
auf einer Seite der Kehrwert gebildet werden. Die Formel im Text ist richtig.
Wir werden versuchen vor dem nächsten Dreh auch etwas Schlaf zu finden, dann
sollte sowas nicht mehr passieren...
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